Gebärmutterhalskrebs
Kurzbeschreibung:
Gebärmutterhalskrebs, auch Zervixkarzinom genannt, ist der häufigste gynäkologische Tumor im weiblichen Genitaltrakt. HPV ist der wichtigste Risikofaktor für diese Erkrankung. Gebärmutterhalskrebs lässt sich durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen verhindern. Im Frühstadium ist Gebärmutterhalskrebs in den meisten Fällen heilbar, und die Prognose ist relativ gut.
Epidemiologie
Die WHO gab 2018 bekannt, dass die weltweite Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs jährlich bei etwa 13 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt und die Mortalitätsrate bei etwa 7 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Im Jahr 2018 gab es weltweit rund 569.000 Neuerkrankungen und 311.000 Todesfälle, von denen 84 % in Entwicklungsländern auftraten.
Die Morbidität und Mortalität von Gebärmutterhalskrebs sind weltweit in den letzten 40 Jahren deutlich zurückgegangen, was mit der Stärkung der Gesundheitserziehung, der HPV-Impfung und des Gebärmutterhalskrebs-Screenings zusammenhängt.
Die Erkrankung tritt am häufigsten bei Frauen mittleren Alters (35–55 Jahre) auf. 20 % der Fälle treten bei über 65-Jährigen auf und sind bei Jugendlichen relativ selten.
Diagnosemethoden für Gebärmutterhalskrebs:
1. Zytologische Untersuchung des Zervixabstrichs.
Mit dieser Methode lassen sich präkanzeröse Läsionen und frühe Stadien von Gebärmutterhalskrebs erkennen. Da die Rate falsch negativer Ergebnisse zwischen 5 % und 10 % liegt, sollten Patientinnen regelmäßig untersucht werden.
2. Jodprobe.
Normales Plattenepithel der Zervix und Vagina ist reich an Glykogen und kann mit Jodlösung braun angefärbt werden, während Zervixerosionen und abnormes Plattenepithel (einschließlich atypischer Hyperplasie, Carcinoma in situ und invasivem Karzinom) nicht existieren und sich nicht anfärben.
3. Biopsie der Zervix und des Zervikalkanals.
Wenn die Zytologie des Zervixabstrichs Grad III ~ IV ergibt, die Zervixbiopsie jedoch negativ ist, sollten mehrere Gewebeproben zur pathologischen Untersuchung entnommen werden.
4. Kolposkopie

